

Zahnschmelz & Dentin: Welche Zahnpasta ist die beste Wahl?
Expertenmeinungen
7 Minuten
Eines der wichtigsten Themen für die Zahngesundheit von Kindern ist die Entwicklung von Zahnschmelz und Dentin. Diese Strukturen bestimmen maßgeblich die Festigkeit, Widerstandsfähigkeit und langfristige Gesundheit der Zähne. Die Kinderzahnärztin Dr. Begüm Gök Çoban erklärt, warum die Wahl der richtigen Zahnpasta für die Entwicklung von Schmelz und Dentin so wichtig ist.
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Wir haben mit der Kinderzahnärztin Dr. Begüm Gök Çoban über die Wahl der richtigen Zahnpasta bei der Schmelz- und Dentinentwicklung gesprochen.
Über unsere Expertin
Dr. Begüm Gök Çoban schloss ihr Studium an der Zahnmedizinischen Fakultät der Universität Ankara ab und promovierte anschließend im Bereich der Kinderzahnheilkunde (Pedodontie) an der Süleyman Demirel Universität. In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie die Wirksamkeit von Pflanzenextrakten bei der Vorbeugung von oralem Biofilm bei Kindern. Sie hat auf nationalen und internationalen Kongressen referiert und an kommunalen Programmen zur Mundhygieneaufklärung mitgewirkt. Derzeit arbeitet sie als Kinderzahnärztin in der MedicaDent Mund- und Zahngesundheitsklinik.
Was ist Zahnschmelz und warum ist er so wichtig?
Der Zahnschmelz (Enamel) ist die äußerste Schicht des Zahns und das härteste Gewebe im menschlichen Körper. Er fungiert als primäre Barriere, die die Zähne vor Karies, Säuren und mechanischer Abnutzung schützt.
Bei Kindern ist die Schmelzschicht viel dünner als bei Erwachsenen und befindet sich noch in der Entwicklung. Der Schmelz von Milchzähnen ist etwa halb so dick wie der von bleibenden Zähnen. Daher sind Milchzähne wesentlich anfälliger für Karies und Abnutzung.
Ist der Zahnschmelz erst einmal beschädigt, kann er sich nicht selbst regenerieren – denn die schmelzbildenden Zellen (Ameloblasten) verlieren nach dem Zahndurchbruch ihre Funktion. Das macht den Schutz des Zahnschmelzes weitaus wichtiger als seine Reparatur.
Was ist Dentin und wie hängt es mit dem Zahnschmelz zusammen?
Dentin (Zahnbein) liegt direkt unter dem Zahnschmelz und bildet die Hauptstruktur des Zahns. Obwohl es nicht so hart wie Zahnschmelz ist, verleiht es dem Zahn Elastizität und Stabilität. Man kann sich das Dentin wie ein „Kissen“ unter dem Zahnschmelz vorstellen – eine Schicht, die verhindert, dass der Schmelz brüchig wird, und die eine flexible Struktur gegen Stöße bietet.
Bei Kindern befindet sich das Dentin, genau wie der Zahnschmelz, noch in der Entwicklung. Bei Milchzähnen ist die Dentinschicht dünner als bei bleibenden Zähnen, was die Abwehrkraft des Zahns gegen Karies schwächt. Wenn Karies bei Milchzähnen den Schmelz durchbricht, erreicht sie das Dentin sehr schnell, und die Geschwindigkeit, mit der sie von dort zur Pulpa (Zahnnerv) fortschreitet, ist viel höher als bei Erwachsenen.
3 Faktoren, die die Schmelz- und Dentinentwicklung gefährden
Abrasive Zahnpasten (Hoher RDA-Wert)
Der Abriebgrad einer Zahnpasta wird durch den RDA-Wert (Relative Dentin Abrasivity) gemessen. Zahnpasten mit hohen RDA-Werten können die dünne und sich entwickelnde Schmelzschicht von Kindern abtragen. Dieser Abrieb ist irreversibel.
RDA 0-30: Sehr geringe Abrasivität – ideal für Kinder
RDA 30-70: Geringe Abrasivität – für Erwachsene geeignet
RDA 70+: Mittlere bis hohe Abrasivität – für Kinder absolut nicht zu empfehlen
Viele Zahnpasten für Erwachsene haben einen RDA-Wert zwischen 70 und 100. Die Verwendung von Erwachsenenzahnpasta bei Ihrem Kind kann den sich entwickelnden Zahnschmelz dauerhaft schädigen.
Schädliche chemische Inhaltsstoffe
Einige aggressive chemische Inhaltsstoffe in Zahnpasten können die Mundschleimhaut und das sich entwickelnde Zahngewebe negativ beeinflussen:
SLS (Natriumlaurylsulfat): Wird als Schaumbildner verwendet, kann die Mundschleimhaut reizen und zur Entstehung von Aphthen bei Kindern beitragen.
Parabene: Werden als Konservierungsstoffe verwendet; aufgrund ihrer hormonell wirksamen Eigenschaften werden sie in Kinderprodukten immer seltener eingesetzt.
Künstliche Farb- und Süßstoffe: Überflüssige Zusatzstoffe, die besonders bei Kindern, die zum Verschlucken neigen, ein Risiko darstellen.
Fruchtsäfte, kohlensäurehaltige Getränke und zuckerhaltige Lebensmittel schaffen ein saures Milieu im Mund, das den Zahnschmelz schwächt. Unzureichendes oder unregelmäßiges Zähneputzen führt zur Ansammlung von Plaque und zur Säureproduktion, was den Schmelzabbau beschleunigt.
Wie sollte eine Zahnpasta sein, die die Schmelz- und Dentinentwicklung unterstützt?
Die Forschung von Dr. Begüm Gök Çoban in ihrem Fachgebiet – die Wirksamkeit von Pflanzenextrakten bei der Verhinderung der oralen Biofilmbildung bei Kindern – ist eine der wissenschaftlichen Arbeiten, die die Bedeutung natürlicher Formulierungen für die Zahngesundheit von Kindern unterstreichen.
Eine Kinderzahnpasta, die die Schmelz- und Dentinentwicklung unterstützt, sollte folgende Eigenschaften aufweisen:
Sehr niedriger RDA-Wert: Um Zahnschmelzabrieb zu verhindern, sollte der RDA-Wert unter 30 liegen. Die sich entwickelnde Schmelzschicht sollte keinen stark abrasiven Zahnpasten ausgesetzt werden.
Natürliche Rezeptur: Pflanzliche Inhaltsstoffe und natürliche Extrakte unterstützen die Mundflora und helfen, ein gesundes Milieu im Mundraum zu erhalten. Die Promotionsforschung von Dr. Begüm Gök Çoban hat die Wirksamkeit von Pflanzenextrakten in diesem Bereich belegt.
Frei von schädlichen Zusatzstoffen: Sollte frei von SLS, Parabenen, künstlichen Süß- und Farbstoffen sein. Diese Inhaltsstoffe stellen ein zusätzliches Risiko dar, insbesondere für Kleinkinder, die dazu neigen, Zahnpasta zu verschlucken.
Sicher beim Verschlucken: Kinder verschlucken Zahnpasta häufig. Die Formel muss so konzipiert sein, dass sie beim Verschlucken absolut unbedenklich ist.
IFRA-zertifizierte natürliche Aromen: Um die Putzgewohnheiten von Kindern zu fördern, sollte die Zahnpasta lecker schmecken, wobei auch die Aromen Sicherheitszertifikate aufweisen müssen.
Unabhängig laborgeprüft: Getestet von international akkreditierten Laboren wie SGS.
Regelmäßiges Putzen und Schmelzschutz
Der effektivste Weg, die Schmelz- und Dentinentwicklung zu unterstützen, ist regelmäßiges Zähneputzen. Die mechanische Wirkung des Putzens entfernt Plaque von den Zahnoberflächen und verhindert so die Säurebildung. Zudem regt es den Speichelfluss an und unterstützt so den natürlichen Remineralisierungsprozess des Mundes. Es entfernt Speisereste und entzieht Bakterien die Nahrungsgrundlage.
Die AAPD empfiehlt ab dem ersten Zahn zweimal tägliches Zähneputzen. Zudem wird betont, dass die elterliche Aufsicht mindestens bis zum Alter von 6-7 Jahren fortgesetzt werden sollte.
Zahnpasta- und Mengenratgeber nach Altersgruppen
0-3 Jahre: Eine reiskorngroße Menge (ca. 0,1 Gramm) Zahnpasta mit einer Fingerzahnbürste oder einer weichen Babyzahnbürste. Die empfindlichste Phase der Schmelzentwicklung – ein sehr niedriger RDA-Wert ist entscheidend.
3-6 Jahre: Eine erbsengroße Menge (ca. 0,25 Gramm) Zahnpasta. Das Milchgebiss ist vollständig, die Putzgewohnheit wird gefestigt. Der Schmelz ist noch dünn – abrasive Zahnpasten sollten vermieden werden.
6+ Jahre: Die bleibenden Zähne brechen durch. Der Zahnschmelz ist noch nicht voll ausgereift – die Verwendung von Kinderzahnpasta wird bis zum 12. Lebensjahr empfohlen. Der RDA-Wert von Erwachsenenzahnpasta kann selbst für diese Altersgruppe zu hoch sein.
Smileyes Kids: Schmelz- und dentinfreundliche Formel
Smileyes Kids Zahnpasten wurden speziell in Italien entwickelt, um die Schmelz- und Dentinentwicklung von Kindern zu unterstützen:
Formel zu 99 % aus natürlichen Inhaltsstoffen – mit pflanzlichen Komponenten
Frei von Fluorid, SLS und Parabenen – angepasst an die empfindliche Schmelz- und Dentinstruktur
SGS-zertifizierte, sehr niedrige RDA-Werte:
0-3 Jahre mit Himbeergeschmack: RDA 12
3-6 Jahre mit Fruchtgelee- und Cola-Geschmack: RDA 27
6+ Jahre mit Schokoladengeschmack: RDA 32
IFRA-zertifizierte natürliche Aromen – sicher beim Verschlucken
Unbedenklich beim Verschlucken – dokumentiert durch den SGS North America Test Report 2024
Diese RDA-Werte wurden optimiert, um eine effektive Reinigung zu gewährleisten und gleichzeitig den empfindlichen Zahnschmelz der Kinder zu schützen. Alle Testergebnisse und Zertifikate sind unter smileyeskids.com abrufbar.
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Häufig gestellte Fragen
Was sind Zahnschmelz und Dentin?
Der Zahnschmelz ist die äußerste Schicht des Zahns und das härteste Gewebe im menschlichen Körper. Dentin liegt direkt unter dem Schmelz und bildet die Hauptstruktur des Zahns. Bei Kindern befinden sich beide Strukturen noch in der Entwicklung und sind dünner als bei Erwachsenen.
Worauf sollte ich bei einer Zahnpasta für die Schmelzentwicklung achten?
Ein sehr niedriger RDA-Wert (unter 30), eine natürliche Rezeptur, der Verzicht auf SLS und Parabene sowie die Sicherheit beim Verschlucken sind die wichtigsten Kriterien. Produkte, die von unabhängigen Labors wie SGS getestet wurden, sollten bevorzugt werden.
Schädigt Erwachsenenzahnpasta den Zahnschmelz meines Kindes?
Ja. Die RDA-Werte von Erwachsenenzahnpasten liegen meist zwischen 70 und 100 und können den dünnen, sich entwickelnden Zahnschmelz von Kindern abtragen. Es wird empfohlen, dass Kinder bis etwa zum 12. Lebensjahr Kinderzahnpasta verwenden.
Wie beeinflusst der RDA-Wert die Schmelzgesundheit?
Der RDA-Wert (Relative Dentin Abrasivity) misst den Abriebgrad einer Zahnpasta. Zahnpasten mit hohen RDA-Werten können insbesondere auf dem dünnen Zahnschmelz von Kindern irreversiblen Abrieb verursachen. Für Kinderzahnpasten wird ein RDA-Wert von unter 30 empfohlen.
Bis wann sollte mein Kind Kinderzahnpasta verwenden?
Es wird empfohlen, dass Kinder bis zum Alter von etwa 12 Jahren Kinderzahnpasta verwenden. Die Schmelzstruktur ist bis zu diesem Alter noch nicht vollständig ausgereift, und die Abrasivität von Erwachsenenzahnpasten kann zu Schmelzschäden führen.
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